Die Rot-Kreuz-IdeeDie Rot-Kreuz-Idee

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Jean-Henri Dunant war ein Schweizer Geschäftsmann, Gründer des Internationalen Roten Kreuzes und erster Träger des Friedensnobelpreises (1901), auf dessen Ideen die Genfer Menschenrechts-Konventionen beruhen („Eine Erinnerung an Solferino“ 1862). Er wurde am 8. Mai 1828 in Genf in der Schweiz geboren und starb am 30. Oktober 1910 mit 82 Jahren in Heiden. 2020 jährte sich sein Geburtstag zum 192. mal.

 

29.000 Tote und Verwundete, sich selbst überlassen auf einem Schlachtfeld nach Abzug der Truppen.

Angesichts dieses grauenhaften Anblicks nach der Schlacht von Solferino 1859 wurde die Rotkreuz-Idee geboren. Sardinier und Franzosen unter Napoleon bezwangen hier das Heer des österreichischen Kaisers – danach blieb zurück, wer nicht mehr laufen konnte.

Erst Henri Dunant, ein Geschäftsmann auf Durchreise, organisierte spontan erste Hilfe – und das ohne Ansehen von Nationalität und Rang der Verwundeten. Eine Erfahrung, die Dunant nie mehr losließ.

In Genf gründete er mit Gleichgesinnten das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Vor 150 Jahren – im Oktober 1863 – entwarfen sie die erste Genfer Konvention.

Ein knappes Jahr später wurde sie von zwölf europäischen Staaten unterzeichnet. Ihr Inhalt: Gegen Zivilisten, Gefangene und Verwundete darf auch im Krieg keine Gewalt angewandt werden. Ein rotes Kreuz auf weißen Grund sollte Sanitätern Neutralität gewähren.

Heute haben 195 Länder die Genfer Konvention angenommen. Weltweit helfen Rotes Kreuz und Roter Halbmond Kriegsopfern. Auch Aufgabenspektrum und Anforderungen sind gewachsen.

Nur noch selten kämpfen dabei nationale Heere gegeneinander, stattdessen herrschen Bürgerkriege und asymmetrische Konflikte. Und oft sind es vor allem Zivilsten, die leiden.